Beeindruckende Granitblöcke
Dieser 25-Meter-Felsen versteckt sich im Harz
11.09.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie ist das Wahrzeichen eines kleinen Ortes im Harz: Eine beeindruckende Klippe in einem Waldstück ist beliebtes Wanderziel und Fotomotiv. Von Braunschweig aus ist es nicht weit.
Eine ungewöhnliche Formation aus Granit thront in einem Waldstück im Harz auf rund 690 Metern Höhe: Die Feuersteinklippe ist das Wahrzeichen des Kurortes Schierke in Wernigerode. Weil sie über einen etwas unebenen Wanderweg innerhalb weniger Minuten erreichbar ist, eignet sie sich als Station während eines Fußmarsches durch den Harz.
Obwohl die beinahe senkrecht aufragende Klippe nicht begehbar ist, ist sie bei Harz-Wanderern ein beliebtes Fotomotiv. Sie steht am Rande einer kleinen Waldlichtung etwa 200 Meter nördlich des Bahnhofs von Schierke.
Feuersteinklippe hat „großen Bruder“
Bei der Formation handelt es sich um einen markanten Granitturm, der eine Höhe von rund 25 Metern erreicht. Die Klippe hat außerdem einen „großen Bruder“, der ungefähr doppelt so hoch ist. Da zu ihm kein befestigter Weg führt, ist er allerdings nur schwer zu erreichen und deshalb weniger bekannt. Er liegt tief im Wald rund 100 Meter nordöstlich seines kleineren Pendants.

Typisch für die Feuersteinklippen sind ihre rundlichen Formen. Sie entstanden durch die sogenannte Wollsackverwitterung. Dabei griff die Verwitterung entlang von Klüften im Granit an und formte Blöcke, die an übereinandergestapelte Wollsäcke erinnern. Der Regionalverband Harz beschreibt zudem eine hellrötliche Färbung als charakteristisch für das Gestein.
Prominente Besucher an Klippe im Harz
Schon Johann Wolfgang von Goethe interessierte sich für die Felsen. Im September 1784 hielt sich der Dichter dort zu geologischen Studien auf. Eine Informationstafel an der Kleinen Feuersteinklippe erinnert bis heute an seinen Besuch.
Mit Feuerstein im geologischen Sinn hat der Name der Klippe dagegen nichts zu tun. Woher die Bezeichnung tatsächlich stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Eine Erklärung führt sie auf die südöstlich gelegenen Schierker Feuersteinwiesen zurück, auf denen früher kultische Feuer und Signalfeuer entzündet worden sein sollen. Der Heimatforscher Walther Grosse schrieb dagegen 1929, der Granit an der Klippe sei so hart, dass er beim Anschlagen mit Stahl Funken erzeuge.
Bekannt wurde der Name noch aus einem anderen Grund: Die Kleine Feuersteinklippe ist auch Namensgeberin des Kräuterlikörs „Schierker Feuerstein“.
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