Vereinslegende und Kultcoach
Traditionsklub trauert um Meistertrainer
30.03.2026 – 01:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Er führte die Löwen in die 2. Bundesliga – jetzt ist Karsten Wettberg gestorben. 1860 München trauert um eine Vereinslegende.
Karsten Wettberg ist tot. Der frühere Meistertrainer von 1860 München schlief am Sonntag (29. März), nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren friedlich ein. Die Löwen trauern um eine ihrer prägendsten Trainer-Legenden, wie der Verein auf Instagram mitteilte.
„Die gesamte Löwen-Familie ist in tiefer Trauer“, hieß es vom Klub aus Giesing. „Karsten Wettberg war eine Trainer-Legende und ein Mensch, der sich immer für andere eingesetzt hat. Er hat weit über die Grenzen von Giesing tiefe Spuren – nicht nur bei den Löwen – hinterlassen.“
Karsten Wettberg führte 1860 München in die 2. Bundesliga
Wettberg – im Verein hatte er den Spitznamen „König von Giesing“ – war von 1990 bis 1992 Trainer der Sechziger und führte den Klub in dieser Zeit in die 2. Bundesliga. Er übernahm 1990 das Team in der Bayernliga und führte es zur Meisterschaft, gefolgt von der erfolgreichen Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. In 54 Pflichtspielen blieb er mit 1860 ungeschlagen. Nach dem Aufstieg verließ er den Verein jedoch unter wenig erfreulichen Umständen: Ein Streit mit der Vereinsführung besiegelte das Ende seiner Amtszeit. Zwischen 2007 und 2008 kehrte er noch einmal als Vizepräsident zum Klub zurück.
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Über 1860 München hinaus war Wettberg eine prägende Figur im bayerischen Fußball. Er trainierte unter anderem die SpVgg Unterhaching, Jahn Regensburg und den FC Augsburg sowie zahlreiche Amateurklubs in Bayern. Insgesamt gewann der Kultcoach in seiner langen Karriere 51 Meistertitel.
Auch zahlreiche Fußball-Profis kondolierten auf dem Instagram-Kanal des Vereins. Kevin Volland, Julian Weigl, Sascha Mölders, Maxi Wittek und Thomas Fleischmann schrieben dort ihre Anteilnahme. Der Beitrag der Löwen erhielt innerhalb weniger Stunden mehr als 7.400 Likes.









