Aus Kreis Heinsberg
17-Jähriger wohl für Fan-Attacken verantwortlich
02.10.2026 – 15:35 UhrLesedauer: 1 Min.
Ermittler durchsuchen die Wohnung eines 17-Jährigen im Kreis Heinsberg. Sie verdächtigen ihn, an mehreren Überfällen auf Fußballfans beteiligt gewesen zu sein.
Die Polizei hat am Donnerstagmorgen (1. Oktober) die elterliche Wohnung eines 17-Jährigen im Kreis Heinsberg durchsucht. Der Jugendliche steht im Verdacht, an mindestens drei Übergriffen auf Fußballfans in Köln-Ehrenfeld beteiligt gewesen zu sein. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Freitag mit. Die Taten ereigneten sich demnach zwischen Mai und September am Bahnhof Köln-Ehrenfeld. Die Angriffe richteten sich gegen Fans von Borussia Mönchengladbach.
Am 16. Mai soll der 17-Jährige gemeinsam mit zwei weiteren Beteiligten einen Fan auf einem Bahnsteig umringt haben. Die Gruppe soll den Mann geschlagen und getreten haben, um dessen Fanschal zu rauben. Am 15. August und am 5. September soll der Jugendliche erneut Fußballfans angegriffen und bedroht haben. Die Täter sollen dabei ein Trikot beziehungsweise einen Schal gefordert haben. Bei einem der Übergriffe griff eine Zeugin erfolgreich ein.
Ermittler stellen Handys und Kleidung sicher
Nach Ermittlungen und der Auswertung von Videomaterial identifizierten szenekundige Beamte den 17-Jährigen als Tatverdächtigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln erwirkte die Kriminalpolizei einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung im Kreis Heinsberg. Bei der Durchsuchung unterstützten die Kriminalpolizei Heinsberg und szenekundige Beamte die Kölner Ermittler. Die Einsatzkräfte stellten unter anderem mutmaßliche Tatbekleidung und Handys sicher.
Dabei stießen die Ermittler auf Hinweise zu einem weiteren Tatverdächtigen. Der 14-Jährige wurde erkennungsdienstlich behandelt. Die Ermittlungen zu den Überfällen und zu einem dritten Tatverdächtigen dauern an.