150 Menschen vor Ort
Angehörige kapern Unfallstelle – Tumult nach Todesfahrt
20.04.2026 – 12:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein mit jungen Männern voll besetztes Auto kommt von der Fahrbahn ab. Angehörige erschweren die Rettungsarbeiten vor Ort.
Bei einem schweren Unfall in Hemmoor im Landkreis Cuxhaven ist ein 16 Jahre alter Jugendlicher tödlich verletzt worden. Er war Beifahrer eines VW-Ups, der am Sonntagabend gegen 22.30 Uhr gegen einen Baum geprallt war, wie die Polizei mitteilte.
Nach bisherigen Erkenntnissen saß ein 18-Jähriger am Steuer des weißen VW, als er aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Wagen verlor. Der 16-jährige Beifahrer starb noch am Unfallort. Der Fahrer sowie zwei weitere 16-Jährige, die sich in dem Auto befanden, wurden schwer bis lebensgefährlich verletzt.
Die Rettungsleitstelle löste das Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ aus, also einen Notfall mit einer größeren Anzahl von Verletzten, bei dem mehr Kräfte als sonst alarmiert werden. Allerdings wurden die Retter von zahlreichen Angehörigen der Opfer bedrängt, wie die Beamten weiter mitteilten. Die bis zu 150 Angehörigen „erschwerten die Rettungsmaßnahmen und Unfallaufnahme vor Ort“, hieß es.
Die Polizei setzte ein Großaufgebot ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Auch ein Polizeihund kam zum Einsatz. Zum familiären Hintergrund konnte eine Polizeisprecherin t-online nichts sagen – „aus Persönlichkeitsschutzgründen“, wie sie betonte. Sie stellte jedoch klar, dass alle vier Insassen des Fahrzeugs aus Hemmoor kommen.
Die Straße in dem 8.700-Einwohner-Ort Hemmoor wurde mehrere Stunden komplett abgeriegelt. Strafanzeigen gegen die aufgebrachten Angehörigen habe es nicht gegeben, erklärte die Polizei.










