„Sehr ernster Vorfall“
15-Tonnen-Windradflügel kracht in die Tiefe
19.03.2026 – 12:54 UhrLesedauer: 1 Min.
Nachbarn eines Windparks hören auf einmal einen lauten Knall: Es hat sich ein Unfall ereignet, dessen Wahrscheinlichkeit Statistiken zufolge im Promillebereich liegt.
In Bayern ist der 15 Tonnen schwere Flügel eines Windrads abgestürzt. Das 60 Meter lange Bauteil löste sich am Mittwochvormittag gegen 9 Uhr in einem Windpark im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Laut der Betreiberfirma Windpower aus Regensburg wurde niemand verletzt. „Wir setzen alles daran, die Schadensursache für diesen sehr ernsten Vorfall schnellstmöglich zu klären“, teilte das Unternehmen mit.
Anwohner hätten einen lauten Knall gehört, als das Rotorblatt von der etwa 140 Meter hohen Anlage herabfiel, hieß es. In der 30-jährigen Geschichte des Unternehmens sei dies der erste Vorfall dieser Art, sagte eine Windpower-Sprecherin. Laut Polizei wurde vorübergehend eine Straße in unmittelbarer Nähe gesperrt.
Der Unfall ereignete sich in dem Bürgerwindpark der 9.000-Einwohner-Gemeinde Berching zwischen den Ortsteilen Wallnsdorf und Raitenbuch. Das betroffene Windrad vom Typ Senvion war im Jahr 2012 errichtet worden, nach Angaben des Unternehmens wurde es zuletzt im November 2025 gewartet.
Windradunfälle wie dieser gelten als äußerst selten. Auf einer Informationsseite des bayerischen Wirtschaftsministeriums heißt es zur Sicherheit bei Windkraftanlagen, der TÜV-Verband habe zuletzt bundesweit rund 50 gravierende Schäden an Windenergieanlagen pro Jahr festgestellt. Aktuell seien in Deutschland rund 30.000 Windenergieanlagen in Betrieb. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rotorblatt abbricht oder sich ein anderer schwerer Schaden ereignet, liegt also bei weniger als 2 Promille (0,2 Prozent)“, rechnet die Bayerische Staatsregierung vor.










