Festnahme in London

14-Jähriger soll Anschlag auf Moscheen geplant haben


16.07.2026 – 04:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Schild am Hauptquartier von Scotland Yard. Die britische Polizei ermittelt gegen einen 14-Jährigen wegen Terrorverdachts. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Vuk Valcic/imago)

Die britische Polizei hat bei einem Jungen in London Anschlagspläne gefunden. Er war zuvor schon aufgefallen.

Die britische Polizei ermittelt gegen einen 14-jährigen Jungen wegen Terrorverdachts, wie jetzt bekannt wurde. Er soll Anschläge auf zwei Moscheen in London geplant haben, berichtet die BBC. Die Polizei rechnet ihn dem rechtsextremen Spektrum zu.

Der Junge wurde zunächst wegen Sachbeschädigung an einem Auto festgenommen, so die BBC. Diese Tat soll einen rassistischen Hintergrund gehabt haben, berichtet der „Telegraph“. In seiner Wohnung habe die Polizei dann Dokumente gefunden, die „Grund zur Beunruhigung“ darstellten, wird Scotland Yard zitiert. Offenbar seien Anschläge für den 9. Juli geplant worden. An diesem Tag wurde er auch festgenommen. Er befindet sich laut Polizei in Gewahrsam.

Was genau von dem Jungen geplant wurde, ist nicht bekannt. In Sutton befinden sich zwei Moscheen, einmal die Zentralmoschee und eine im Islamischen Zentrum. Außerdem gibt es ein Büro der Muslim Cultural & Welfare Association of Sutton, einer islamischen Wohltätigkeitsorganisation.

Anschlag in Suffolk vereitelt

Der leitende Kriminalbeamte Nick Blackburn, der für die Polizeiarbeit im Süden Londons zuständig ist, erklärte der BBC: „Diese Anklagen erfolgen nur wenige Tage, nachdem 12 Personen wegen einer mutmaßlichen Bedrohung eines islamischen Festes in Suffolk festgenommen wurden und ein Mann wegen einer mutmaßlichen Körperverletzung vor einer Moschee in Leyton festgenommen wurde.“

In England hat es in den vergangenen sechs Monaten Anschläge gegen die muslimische Bevölkerung im Londoner Stadteil Maida Vale und in der Stadt Blackburn in Lancashire im Norden Englands sowie im schottischen Edinburgh gegeben. Am 12. Juli wurde ein Anschlag in Suffolk auf eine Großveranstaltung von der Polizei vereitelt. Zwölf Personen wurden festgenommen. Bei dem Event „UK Ijtima“ waren 15.000 Menschen, die Veranstaltung wurde vorzeitig abgebrochen.

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