1,1 Millionen Besucher
Karneval der Kulturen zieht Massen an – doch die Zukunft wackelt
25.05.2026 – 18:49 UhrLesedauer: 2 Min.
An Pfingsten hat Berlin den Karneval der Kulturen gefeiert. Mehr als eine Million Besucher kam, doch Bürokratie und knappe Mittel trüben die Feierlaune der Veranstalter.
Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben nach Angaben der Veranstalter den Karneval der Kulturen am Pfingstwochenende in Berlin besucht. Rund 770.000 Menschen hätten den Umzug verfolgt, etwa 390.000 Menschen das Straßenfest besucht, teilten die Veranstalter mit. Das sommerliche Wetter habe für eine ausgelassene Stimmung gesorgt.
Der Karneval der Kulturen wurde vor 30 Jahren ins Leben gerufen und findet in den Berliner Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg statt. Mit dem Umzug am Pfingstsonntag habe Berlin eines der größten Straßenfeste Deutschlands und eine „postmigrantische Tradition“ gefeiert, erklärten die Veranstalter.
Bürokratische Vorgaben, komplexe Auflagen
Zugleich verwiesen sie auf wachsende Herausforderungen bei der Organisation. „Das 30-jährige Jubiläum hat zugleich auch deutlich gemacht, wie fehlende Zusicherungen von Politik und Verwaltung es zunehmend schwieriger machen, Veranstaltungen dieser Größenordnung zu realisieren“, teilten sie mit. Viele Probleme entstünden durch hohen Abstimmungsbedarf, bürokratische Vorgaben und komplexe Auflagen.
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Bei der Parade durch Friedrichshain präsentierten mehr als 60 Gruppen Tanz, Musik und Kostüme aus verschiedenen Teilen der Welt. Nach Angaben der Polizei verlief die Veranstaltung ohne größere Zwischenfälle.
Erstmals hatten die Veranstalter in diesem Jahr zu Spenden aufgerufen. Die Förderung des Berliner Senats reiche nicht mehr aus, um gestiegene Anforderungen zu erfüllen, hieß es vorab. Mit dem Geld sollten unter anderem Sicherheitsteams, zusätzliche Sanitäranlagen und die Reinigung finanziert werden. Statt der angestrebten 85.000 Euro kamen laut Internetseite zunächst knapp 30.000 Euro zusammen.
