Bundesliga-Klub greift durch
Köln-Trainer muss gehen – wer jetzt übernimmt
Aktualisiert am 22.03.2026 – 19:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Kölns Sportchef vermied nach dem Derby am Samstag ein Bekenntnis zum Trainer. Einen Tag verkündet der Klub nun seine Freistellung.
Der 1. FC Köln hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Cheftrainer Lukas Kwasniok getrennt. Einen Tag nach dem spektakulären 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach bestätigte der Klub, was sich nach dem Spiel schon angedeutet hatte. Zuvor hatten „Bild“ und „Express“ berichtet.
Kölns Sportchef Thomas Kessler hatte nämlich auf Nachfrage ein klares Bekenntnis zu seinem Trainer vermieden. Am Sonntag erklärte der Geschäftsführer nun: „Wir haben uns am Sonntag sehr intensiv mit unserer aktuellen Situation beschäftigt und sind zu der Entscheidung gekommen, für die letzte Phase der Saison auf der Cheftrainer-Position einen Impuls zu setzen.“
Weiter erklärte Kessler: „Trotz leidenschaftlicher und ordentlicher Auftritte war zuletzt ein klarer Abwärtstrend in unserer Entwicklung erkennbar. Wir haben zu wenige Punkte geholt – das ist die Realität. Vor diesem Hintergrund sind wir nach intensiver Analyse zu der Entscheidung gekommen, Lukas freizustellen.“
Köln steht aktuell mit 26 Punkten auf Rang 15 in der Bundesliga, konnte aber nur zwei der vergangenen 18 Spiele gewinnen. Der Bundesliga-Aufsteiger war am neunten Spieltag noch Siebter gewesen, hatte 14 Punkte auf dem Konto und mit dem Abstiegskampf wenig zu tun. Seitdem ging es jedoch stetig bergab.
Anfang März hatte die „Sport Bild“ berichtet, dass Kwasniok aus den kommenden drei Spielen mindestens vier Punkte holen müsse, um seinen Job zu behalten. Es folgten eine Niederlage gegen den BVB, ein Unentschieden gegen den HSV und nun ein Unentschieden im Derby gegen den Erzrivalen Gladbach. Damit ist Köln seit sieben Spielen ohne Sieg – und Kwasniok seinen Job los.
Vorerst übernimmt Co-Trainer René Wagner das Amt. Der 37-Jährige war im Sommer nach Köln gekommen, nachdem er zuvor jahrelang an der Seite von Steffen Baumgart in Paderborn, Köln, Hamburg und Berlin gearbeitet hatte.
