Luxus-Sportwagen aus Sant’Agata
Lamborghini Fenomeno Roadster: 3,5 Millionen Euro – und kein Dach
12.05.2026 – 18:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Lamborghini enthüllt ein neues Sammlerstück für Superreiche. Doch wer den Sportwagen fahren will, steht vor einem Problem, das man auch mit Geld nicht lösen kann.
Wer zu den wenigen gehört, die 3,5 Millionen Euro für ein Auto ausgeben können, erwartet in der Regel vollen Komfort. Nicht so bei Lamborghini: Die Italiener haben mit dem Fenomeno Roadster einen Hybrid-Sportwagen enthüllt, der radikaler kaum sein könnte. Nur 15 Exemplare werden gebaut. Wer eines ergattert, muss vor allem wetterfest sein. Denn ein Dach gibt es für diesen Wagen nicht – auch nicht gegen Aufpreis.
V12-Kraft trifft Elektro-Schub
Das Herz des Fenomeno Roadsters ist ein technisches Kraftpaket: Ein V12-Benziner mit 614 kW arbeitet zusammen mit drei Elektromotoren. Gemeinsam bringen sie eine Systemleistung von 1.080 PS auf den Asphalt. Die Elektromotoren treiben die Vorderachse an, während der Verbrennungsmotor seine Kraft über ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Hinterräder überträgt.
Das Ergebnis ist pure Beschleunigung. In 2,4 Sekunden stürmt das Cabriolet auf Tempo 100, erst bei 340 km/h endet der Vortrieb. Damit büßt der Roadster gegenüber dem geschlossenen Coupé lediglich 10 km/h Höchstgeschwindigkeit ein.
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Rennsport-Technik für die Straße
Lamborghini nutzt konsequenten Leichtbau, um das Gewicht der Hybridtechnik zu bändigen. Das Monocoque besteht fast vollständig aus Carbon, ebenso wie die markanten Überrollbügel, die sich in das Aerodynamik-Konzept fügen. Damit der Fahrtwind die Insassen nicht überfordert, haben die Ingenieure intensiv an der Luftführung und der Kühlung des Zwölfzylinders gefeilt.
Auch das Fahrwerk stammt direkt von der Rennstrecke: Zur Standardausstattung gehören einstellbare Racing-Dämpfer und eine Carbon-Keramik-Bremsanlage.
Lautloses Rollen im Luxus-Exoten
Abseits der Rennstrecke zeigt der Fenomeno ungeahnte Manieren: Dank seiner Batterie schleicht der Hybrid-Riese lautlos durch die Stadt. Ein Alltagswagen wird er dennoch nie. Am Ende bleibt er ein Spielzeug für Puristen – und der Beweis, dass Verzicht hier Luxus ist.
